Traube wird Agave

Traube wird Agave

Das Weingut Chapoutier pflanzt im Rhonetal zweitausend Agaven an, weil die Weinberge durch den Klimawandel zu trocken für den Weinbau geworden sind.
Text: Marjolein Schuman | Bild: Unsplash

Aufgrund der Trockenheit sind die Erträge zu niedrig und der Alkoholgehalt des Weins zu hoch. Der Geschäftsführer Carel Aubineau erzählt in La Revue du vin de France dass die Umstellung 12.000 € pro Hektar kostet, das Ziel sind 10 Hektar.

In Mexiko wird diese Agavensorte zur Herstellung von Mezcal verwendet, und das ist auch die Absicht von Chapoutier. Wir hätten auch Oliven-, Granatapfel- oder Pistazienbäume pflanzen können, aber mit der Agave bleiben wir auf unserem Kernmarkt‘, sagt Carel. Aus dem Herz der Agave können zwei bis fünf Liter Alkohol destilliert werden. Da es 10 Jahre dauert, bis die Agaven reif und brauchbar sind, bleibt noch etwas Zeit für einen Namen. Vielleicht wird es Chapoutila sein.’ 

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