Sägen kann man lernen

Sägen kann man lernen

Das Säbeln ist eine uralte, edle Art, eine Champagnerflasche zu öffnen, sagen die einen. Andere halten es für eine Karnevalsattraktion und eine Degradierung des edlen Getränks. Wie auch immer man dazu steht, jeder, der den Korken stilvoll aus der Flasche säbelt, erlebt einen Moment des Glücks‘, sagt Commandeur-Sabreur Esther van Staalduinen.
Text: Magda van der Rijst | Bild: Pexels

‘Eine Champagnerflasche zu öffnen, indem man den Korken mit einem Säbel herausschlägt, ist immer spektakulär. Für die Person, die es tut, und für den Zuschauer. Selbst als erfahrener Säbelspieler spürt man diese Spannung. Der Korken, der durch deinen Schlag herausschießt, das gibt einen solchen Kick.’ Es spricht Esther van Staalduinen, Botschafterin für die Benelux-Länder und Aruba des Die Bruderschaft des Säbelzahns. Diese ‘Bruderschaft des Goldenen Säbels’ setzt alles daran, das Säbelrasseln als Ritual am Leben zu erhalten. Die Bruderschaft ist in vierundzwanzig Ländern aktiv, ihr Hauptsitz befindet sich in Frankreich. Logisch, könnte man meinen, schließlich kommt der Champagner von dort, also müssen die Franzosen das Säbeln erfunden haben. Die Meinungen darüber sind geteilt. 

Napoleon

Säbel eines Sabreurs mit einem Solinger Chevalier Sable, einer Nachbildung eines Offizierssäbels aus der Zeit Napoleons. Nach Angaben der Franzosen feierten sie den Sieg über die Russen in der Schlacht von Smolensk 1812, indem sie mit ihrem Säbel Champagnerflaschen öffneten. Die Kosaken, die bei der russischen Armee angestellt sind, behaupten, sie hätten damit angefangen. Jedenfalls gibt es diese Tradition seit dem frühen neunzehnten Jahrhundert, und laut Esther van Staalduinen nimmt das Interesse daran immer mehr zu.

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