Die Weinwelt dreht sich

Die Weinwelt dreht sich

Hundert Ausgaben von WINELIFE, und vielleicht ebenso viele Mitwirkende. Jeder, der jemals einen Beitrag geleistet hat, und sei es auch nur für eine dieser Ausgaben, hat dazu beigetragen, dass unsere Zeitschrift ein Erfolg wurde. Rückblickend erzählen uns diese Experten, was sich ihrer Meinung nach in der Weinwelt verändert hat.
Text: Niels van Laatum | Bild: Unsplash

Das Abenteuer WINELIFE begann im Jahr 2009. In siebzehn Jahren kann sich eine Menge ändern. Wie Wein hergestellt wird. Wie er getrunken wird. Wie sich die Welt als Ganzes verändert hat: das Klima, die Wirtschaft, die Informationstechnologie, die Einstellung zur Gesundheit. Und was das alles für den Wein bedeutet. Fragen Sie ehemalige Mitarbeiter nach ihren Erfahrungen, und Sie werden ebenso viele Meinungen und Geschichten hören. Einige berichten von ihren persönlichen Erfahrungen, andere verfolgen und erläutern Weintrends und Entwicklungen. Mit all diesen Erkenntnissen - und natürlich unseren eigenen - führen wir Sie von damals nach heute. 

Geschmäcker und Vorlieben

Der durchschnittliche, moderne Weinliebhaber mag es leichter, frischer und spritziger. Mehr Rosé, weniger kräftige Rotweine oder volle und schwere Weißweine. Das gilt auch für Xavier Kat, Eigentümer der Wijnkoperij Ockhuysen, über. Nach einer Zeit, in der der Schwerpunkt auf der Beherrschung der technischen Weinbereitung lag, wächst das Bedürfnis nach einem reineren Ausdruck der Herkunft: Terroir vor Keller. Infolgedessen nimmt die Vielfalt der Stile zu. Die Weine werden leichter, aber nicht leerer, frischer und lebendiger. Der Einfluss des Kellers - denken Sie an Extraktion, Hefen, Holzeinfluss - nimmt ab.‘

‘Darüber hinaus sind leichtere, kühlbare Rotweine und Roséweine im Stil der Provence zu Dauerbrennern geworden, da die Trinkbarkeit wichtig ist’, fügt er hinzu. Joris Snelten, Geschäftsführer von Delta Wines, an. Die Kategorie der Blockbuster ist kleiner, aber keineswegs verschwunden: Es gibt immer noch eine große Gruppe von Verbrauchern, die gerade erst anfangen und vollmundige Rotweine aus Apulien oder einen südlichen Chardonnay mit viel Holz lieben. Die Geschmäcker sind verschieden. Zum Glück.

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