Nach biologischem, biodynamischem und nachhaltigem Weinbau ist nun der regenerative Weinbau an der Reihe, wenn es um die Zukunft des Weinbaus geht. Beim regenerativen Ansatz kommt alles zusammen mit noch mehr Aufmerksamkeit für das Wohl des Bodens. Denn ein gesunder, lebendiger Boden ist die Grundlage für die Traube - und eigentlich für uns alle.
Text: Magda van der Rijst | Bild: Roagna Foto
Der Boden eines Weinbergs ist für eine Weinpflanze das, was der Darm für uns ist. Feuchtigkeit und Nährstoffe werden dort verdaut und in Energie und nützliche Baustoffe umgewandelt. Der Boden ist lebenswichtig, und wenn es ihm an etwas fehlt, bekommt die Traube alle möglichen Probleme zu spüren. Nun gibt es alle möglichen Mittelchen, die den Boden für eine Weile haltbar machen, und der Wein braucht nicht allzu viel zu tun, aber irgendwann ist er am Ende. Dann ist der Boden leer, es gibt keine Reserven mehr und das Leben ist weg. Diese Situation müssen wir vermeiden, nicht nur um der Trauben willen, sondern auch für unser eigenes Überleben. Wie kann man das tun?
Drastischer Ansatz
Der kürzeste Weg: Der konventionelle Weinbau, bei dem Düngemittel und Pestizide die Schwächen und Krankheiten des Bodens kaschieren, muss dringend eingestellt werden. Das sind die Linderungsmittel, die vorübergehend helfen, aber in der Zwischenzeit den Boden weiter aushöhlen. Biologische und biodynamische Praktiken sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber der regenerative Weinbau verfolgt einen drastischeren Ansatz. Regenerativ bedeutet, dass sich der Boden durch das, was auf ihm angebaut wird, verbessert.
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