Alpenweine mit Bergcharakter

Alpenweine mit Bergcharakter

Die Alpen erstrecken sich von Monaco bis Slowenien. Entlang dieser Strecke werden hier und da Weine gekeltert. Die meisten von ihnen schmecken leicht und frisch, obwohl sie aus verschiedenen Rebsorten und aus ganz unterschiedlichen Regionen stammen. Auf dem Verkostungstisch war von allem etwas dabei, Bekanntes und auch weniger Bekanntes, zum Beispiel aus Savoyen, dem Aostatal und dem steirischen Vulkanland.
Text: Magda van der Rijst | Bild: Unsplash

Wenn man von Alpenwein spricht, hat man den Eindruck, dass es überall in den Alpen Reben gibt. Das ist natürlich nicht wahr. Auf den Gipfeln von Mont Blanc, Großglockner und Matterhorn wächst keine Rebe, aber an einigen Ausläufern dieser beeindruckenden Berge herrschen ideale Bedingungen für den Weinbau. Obwohl die Vielfalt der alpinen Weine sehr groß ist, weisen sie alle mehr oder weniger die Merkmale auf, die man mit Bergweinen verbindet. Die meisten, und damit sind natürlich die guten gemeint, schmecken rein, belebend, frisch, mineralisch und voller Energie.

1200 Kilometer lang

Zunächst zu den Alpen selbst. Dieser riesige, 1 200 Kilometer lange Gebirgszug erstreckt sich von Monaco über Frankreich, die Schweiz und Österreich bis nach Slowenien. Im Norden nimmt die Gebirgskette einen Teil des deutschen Bundeslandes Baden und Bayern ein, und im Süden verläuft das Gebirge durch Norditalien. Das Fürstentum Liechtenstein, ein Ministaat mit einer Fläche von 160 Quadratkilometern, liegt vollständig in den Alpen. 

Geil geil

Sie wissen, wie die Sommer in den Bergen sein können: tagsüber hell und leicht, die Sonne wärmt schön, aber durch die Höhenlage kühlt es nachts deutlich ab. Das hält die Durchschnittstemperatur niedrig, so dass die Trauben dort ruhig und gleichmäßig reifen. Rebsorten, die dort gut gedeihen, gibt es oft schon seit Jahrhunderten und sie können den manchmal extremen Wetterbedingungen standhalten. Sie können viel aushalten, entwickeln genügend Zucker für einen reifen Wein mit einem Alkoholgehalt von mindestens 11 Prozent, behalten durstlöschende Säuren und bilden duftende Aromen, die aber selten übertrieben sind.

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