FAULE TRAUBEN: DAS BESTE VOM BESTEN

FAULE TRAUBEN: DAS BESTE VOM BESTEN

Die Herstellung von gutem Wein ist selten einfach. Aber die Herstellung eines Süßweins mit Hilfe der Edelfäule ist eine Bitte an die Götter. Diese Laune der Natur bringt zwar großen Wein hervor, aber nur, wenn der Winzer bereit ist, sich selbst zu opfern. TEXT HUIB EDIXHOVEN

Wenn man Erdbeeren zu lange liegen lässt, werden sie oft von einem grauen Pilz befallen - ein Bild, das die meisten Menschen bis in die Zehenspitzen erschrecken lässt. Eine dicke, flaumige, grauschwarze Flaumschicht hat sich über die Frucht gezogen. Das ist der Grauschimmel oder auf gut Deutsch: Botrytis cinerea. Man kann sich kaum vorstellen, dass dieser gefräßige Pilz neben seiner verderblichen Seite noch ein ganz anderes Gesicht hat. Doch das tut er. Weinliebhabern auf der ganzen Welt läuft das Wasser im Mund zusammen, wenn sie seinen Namen hören, und Winzer riskieren sogar ganze Ernten für ihn.

Weintrauben als Asche
Unter feuchten Bedingungen entwickelt sich dieser Pilz auf vielen Früchten und Pflanzen. Der Name Botrytis cinerea ist jedoch direkt von der Weintraube abgeleitet. Er bedeutet nämlich "Trauben als Asche". Bleibt es feucht, geht alles schief: Die Traube reißt auf, der Pilz greift voll an und es bleibt nur noch diese "Asche" übrig. In diesem verhängnisvollen Fall ist der Begriff Edelschimmel nicht mehr angebracht und die Trauben müssen abgeschrieben werden.

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