Tropisches Experiment: Vom Zuckerrohr zum Wein auf Mauritius

Tropisches Experiment: Vom Zuckerrohr zum Wein auf Mauritius

Auf der tropischen Insel Mauritius wurden zum ersten Mal Reben gepflanzt. In der Domaine de Bel Ombre wurden auf vulkanischen Böden, auf denen einst Zuckerrohr angebaut wurde, kürzlich Chenin Blanc, Touriga Nacional und Cabernet Franc gepflanzt.
Text Ingrid Larmoyeur | Bild: Xavier Coiffic via Unsplash

Mauritius liegt auf dem 20. südlichen Breitengrad, weit außerhalb der klassischen Weinbauzone von 30°-50°! Der Weinbau in diesem tropisch-maritimen Klima ist alles andere als natürlich. Heiße Sommer, hohe Luftfeuchtigkeit und Wirbelstürme stellen eine große Herausforderung dar.

Dennoch hoffen die Projektträger, mit Hilfe französischer Experten und einer klugen Wahl des Standorts und der Rebsorten im Jahr 2028 den ersten Weißwein und Rosé abfüllen zu können. In einer zweiten Phase wollen sie mit insgesamt 10 Rebsorten experimentieren, um zu sehen, welche sich am besten an das tropische Klima anpassen. Schließlich sollen 75.000 Rebstöcke auf 15 Hektar Rebfläche in Bel-Ombre im Süden der Insel für etwa 80.000 Flaschen Wein pro Jahr gut sein. Eine alte Zuckermühle wird sogar in einen Weinkeller mit Verkostungsraum umgewandelt.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem burgundischen Winzer Étienne de Montille entwickelt und u. a. von einem Geologen und einem Klimatologen unterstützt. Es ist ein spannendes Experiment des Agrarunternehmens Agrïa, das damit die Monokultur von Zuckerrohr auf Mauritius durchbrechen und den Weintourismus in Zukunft fördern will.

Sie wollen keine einzige Ausgabe verpassen? Abonnieren dann abonnieren Sie jetzt das WINELIFE Magazin!

Möchten Sie über die besten Artikel auf dem Laufenden bleiben? Folgen Sie der Zeitschrift WINELIFE auf InstagramFacebook und melden Sie sich für unsere vierzehntägige Newsletter.

de_DEDeutsch