Ribeiro sagt adiós zu nicht einheimischen Rebsorten

Ribeiro sagt adiós zu nicht einheimischen Rebsorten

Die spanische Appellation Ribeiro in Galicien setzt voll auf ihre Wurzeln. Nicht einheimische Rebsorten werden dort bald ganz aus den Weinbergen verschwinden.
Text: Ingrid Larmoyeur | Bild: Maria Miguel Cardeiro via Unsplash

Von nun an setzt Ribeiro - die älteste Appellation Galiciens - entschlossen auf Tradition und Authentizität und lässt in Zukunft nur noch einheimische Rebsorten zu. So werden Lokalmatadore wie Treixadura, Lado, Caíño und Sousón wieder in den Mittelpunkt rücken. Rebsorten wie Merenzao, Espadeiro, Branco lexítimo und Albilla do Avia (letztere ist nach Meinung von Experten einzigartig in der DO Ribeira) werden ebenfalls in die Liste der empfohlenen Rebsorten aufgenommen.

Die nicht einheimischen Sorten wie Palomino, Garnacha Tintorera (Alicante Bouschet) und Tempranillo werden jedoch schrittweise aus dem Verkehr gezogen und dürfen nicht mehr in neuen Weinbergen angepflanzt werden. In den neuen Verordnungen wird nun zwischen bevorzugten Sorten (den autochthonen Sorten wie Treixadura) und (vorerst) zugelassenen Sorten (wie Palomino) unterschieden.

Qualität vor Quantität

Palomino und Garnacha tintorera lieferten hier viel Quantität, aber wenig Qualität. Infolgedessen wählten viele Winzer Ende des letzten Jahrhunderts wieder traditionelle autochthone Sorten wie Treixadura und Sousón.

Die Erzeuger reagieren begeistert: Die autochthonen Rebsorten passen viel besser zum Terroir und bringen den Charakter der Weinregion stärker zur Geltung. Ein wunderbarer Schritt, um die DNA dieser historischen Region zu bewahren!

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