Die Anti-Alkohol-Lobby wirft oft alle Arten von alkoholischen Getränken in einen Topf und argumentiert, dass es kein verantwortungsvolles Maß an Alkoholkonsum gibt. Neue Untersuchungen bezweifeln dies für Wein.
Text: Ingrid Larmoyeur (The Wine Institute)| Bild: Unsplash
Gute Nachrichten für Weinliebhaber? Neue Forschungsergebnisse, die vom American College of Cardiology (ACC) vorgestellt wurden, legen nahe, dass Menschen, die Wein in Maßen trinken, ein geringeres Sterberisiko haben als diejenigen, die hauptsächlich Bier, Apfelwein oder Spirituosen trinken.
Die Studie
In der Studie, die auf den Daten von mehr als 340 000 Erwachsenen aus dem Vereinigten Königreich zwischen 2006 und 2022 basiert, hatten mäßige Weintrinker ein um 21% geringeres Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, als Nichttrinker oder Menschen, die hauptsächlich andere alkoholische Getränke konsumieren.
Die Forscher betonen jedoch, dass dies kein direkter Beweis dafür ist, dass Wein selbst schützend wirkt. Vielmehr korreliert der Weinkonsum häufig mit einem bestimmten Lebensstil: Wein wird häufiger zu den Mahlzeiten, in kleineren Mengen und im sozialen Umfeld getrunken. Dieses Gesamtbild - Ernährung, Trinkrhythmus und Lebensstil - könnte eine wichtige Rolle spielen.
In Maßen
Das bedeutet natürlich nicht, dass es besser ist, mehr zu trinken. Im Gegenteil: Ein höherer Alkoholkonsum erhöht die Gesundheitsrisiken. Aber die Studie zeigt, dass mäßiger Weinkonsum im Rahmen eines gesunden Lebensstils anders sein kann als Alkoholkonsum im Allgemeinen.
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