Immer mehr Menschen machen das mit ihrem Rotwein

Immer mehr Menschen machen das mit ihrem Rotwein

Jahrelang galt es als Wein-Tabu: Rotwein in den Kühlschrank zu stellen. Doch diese Ansicht scheint sich rasch zu ändern. In Weinbars, Restaurants und Weinhandlungen weltweit wächst die Beliebtheit sogenannter ‘’Weine, die gekühlt getrunken werden können“: leichte Rotweine, die besonders gut zur Geltung kommen, wenn sie leicht gekühlt serviert werden.  
Text: Ingrid Larmoyeur (The Wine Institute) | Bild: Unsplash


Verschiedenen Weinmedien zufolge ist dies mittlerweile einer der auffälligsten Weintrends des Sommers 2026. Vor allem jüngere Weinliebhaber entscheiden sich immer häufiger für frische, fruchtige Rotweine als Alternative zu Rosé. In einigen Ländern berichten Weinhändler sogar von einem starken Anstieg der Nachfrage nach gekühlten Rotweinen.  

Übrigens ist diese Idee weniger neu, als es scheint.


In Weinländern wie Spanien, Portugal und Italien werden bestimmte Rotweine schon seit längerem etwas kühler serviert. Der bekannte Ratschlag, Rotwein bei “Zimmertemperatur” zu trinken, stammt aus einer Zeit, in der die Temperatur in Wohnräumen oft bei etwa 16 bis 18 °C lag. Heutzutage ist die Temperatur in Innenräumen oft deutlich höher.  

Nicht geeignet

Nicht jeder Rotwein eignet sich für den Kühlschrank. Kräftige, tanninreiche Weine wie viele Cabernet Sauvignons oder holzgereifte Rotweine verlieren dort gerade viel von ihrem Charme. Leichte, fruchtige Weine können jedoch überraschend gut funktionieren. Denken Sie an Beaujolais (Gamay), Pinot Noir, Frappato, Schiava, Valpolicella oder einige junge Garnacha- und Mencía-Weine. Oft reicht schon eine halbe Stunde im Kühlschrank aus.  

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