In Deutschland sorgte ein plötzlicher Kälteeinbruch in der vergangenen Woche für eine besondere Überraschung: Vielerorts konnten die Winzer bereits mit der Ernte der gefrorenen Trauben für Eiswein beginnen.
Text Ingrid Larmoyeur (The Wine Institute)| Bild: Ernte des Eisweins 2025 in Nieder-Olm, Weingut Bischofsmühle / Ernte des Eisweins in Nieder-Olm, Weingut Bischofsmühle, Rheinhessen.
Nach Angaben des Deutschen Weininstituts wurde unter anderem in Rheinhessen, Franken, Sachsen, der Pfalz, an der Hessischen Bergstraße und an der Mosel bereits bei bis zu -9°C geerntet. Mit dabei waren nicht nur Klassiker wie Riesling und Silvaner, sondern auch die moderne Sorte Souvignier gris, die dank ihrer dicken Schale besonders lange gesund an der Rebe bleiben kann. Diese Sorte wird daher zunehmend für Eiswein verwendet.
Rechtlich gesehen kann man Tauben nur dann für Eiswein ernten, wenn die Temperatur auf mindestens -7 °C fällt. Beim Gefrieren bleibt der zuckerhaltige Saft flüssig, während das Wasser gefriert. Der Saft, der dann aus den gefrorenen Trauben gepresst wird, ist hochkonzentriert und üppig süß. Eisweine haben typischerweise einen sehr hohen natürlichen Restzuckergehalt und frische Fruchtsäuren. Das macht sie zu einer begehrten Spezialität.
Da geeignete Fröste immer seltener werden, ist jede Eisweinernte eigentlich ein kleines Wunder. Für 2025 wird bereits ein hervorragender Jahrgang erwartet.
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