Wer an der luxemburgischen Mosel unterwegs ist, entdeckt ein Weingut, das seit mehr als hundert Jahren schäumt. Das Familienunternehmen Bernard-Massard folgt keinen Trends, sondern verbindet die Geschichte des Schaumweins mit einer klaren Vision für die Zukunft.
Text: Monique Koster | Bild: Unsplash
Die Anfänge von Bernard-Massard liegen in einer Zeit des Wandels. Nach dem Ersten Weltkrieg fielen wichtige Exportmärkte weg und Luxemburg musste sich als Weinland neu erfinden. Der in der Champagne ausgebildete Gründer Jean Bernard-Massard beschloss, sein Wissen über diese besondere Weinbereitungsmethode auf luxemburgischem Boden anzuwenden. Was damals als praktische Lösung begann, wurde schließlich zu unserer Identität‘, sagt Antoine Clasen, die fünfte Generation an der Spitze von Bernard-Massard. Schaumwein ist in unserer DNA’.‘
Die Geschichte des Hauses ist eine Lektion in Sachen Widerstandsfähigkeit. Nach Kriegsschäden, einer Zeit des Wiederaufbaus und jahrelanger Tätigkeit als Handelsvertreter begann Bernard-Massard erst Ende der 1970er Jahre, eigene Weinberge zu kaufen. Heute verfügt das Haus über mehr als 20 Hektar in Clos des Rochers und 15 Hektar im Château de Schengen. Im Norden arbeiten wir mit kalkhaltigen Böden, im Süden mit Tonböden. Diese Kombination gibt uns Freiheit und Komplexität im Stil‘, erklärt Antoine.
Party unter der Woche
Etwa 95 Prozent der Produktion entfallen auf Schaumwein. Crémant ist für Bernard-Massard kein Statussymbol, sondern nur für die glückliche paar. Sekt muss nicht auf einen besonderen Anlass warten‘, sagt Antoine.
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