In eine Karaffe füllen oder dekantieren?

In eine Karaffe füllen oder dekantieren?

Wein in eine Karaffe umzufüllen – das mag wie ein Ritual für Kenner wirken. Aber es ist ein Vorgang, den man ganz einfach selbst durchführen kann, um den Wein zu verbessern, bevor er ins Glas gelangt.
Text: Marjolein Schuman | Bild: ChatGPT

Das Umfüllen kann zwei ganz unterschiedliche Gründe haben: Dekantieren oder Karaffieren – Begriffe, die oft verwechselt werden.

Dekantieren

Beim Dekantieren dreht sich alles um die Klarheit. Ältere Qualitätsweine, meist Rotweine, können nach Jahren der Lagerung einen Bodensatz bilden – eine dunkle Schicht, die man lieber nicht im Glas sehen möchte. Indem man die Flasche aus dem Keller zunächst eine Weile aufrecht hinstellt und den Wein anschließend vorsichtig umfüllt, bleibt dieser Bodensatz zurück und man erhält einen sauberen, klaren Wein. Dieser Bodensatz ist zwar harmlos, aber ästhetisch unerwünscht.

In eine Karaffe umfüllen

Wir dekantieren den Wein gerade deshalb, um ihn mit Luft in Kontakt zu bringen. Jüngere, kräftige Rotweine benötigen manchmal Sauerstoff, damit sich ihre Aromen voll entfalten können. In der Karaffe kann der Wein kurz atmen und wird dadurch geschmeidiger und zugänglicher. Auch Weißwein kann man getrost in eine Karaffe umfüllen oder im Glas atmen lassen. Ein sehr alter Wein ist übrigens zu empfindlich für einen ‘Luftschub’; man kann ihn zwar dekantieren, aber dann nur in einer schmalen Karaffe. 

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