Wenn man “Sinterklaas” sagt, denkt man sofort an Lebkuchen, Spekulatius und Marzipan. Aber... PlottwistDer Weihnachtsmann hat auch eine lange Geschichte mit Wein.
Text: Fela de Wit | Bild: Unsplash
Der Mann auf dem Pferd gehörte zu einer mediterranen Kultur, in der Wein so ziemlich das Gleiche wie Wasser war, aber mehr Spaß machte. Als Bischof von Myra (heutige Türkei) im 4. Jahrhundert ist es daher so gut wie sicher, dass er seine Lippen an ein Glas Rotwein, Weißwein oder was auch immer der örtliche Winzer gerade im Angebot hatte, angelegt hat.
Aber es kommt noch pikanter. Der Heilige Nikolaus taucht in allen möglichen mittelalterlichen Quellen als Schutzpatron der Kaufleute und Reisenden auf. So ist es logisch, dass er in Teilen Süd- und Mitteleuropas sogar als Schutzpatron der Winzer und Weinhändler angesehen wurde. Die lokalen Geschichten sind voll von “Weinwundern”: ein Pilger, den er mit einem Kelch Wein wiederbelebt haben soll, oder Varianten der Geschichte mit dem Salzfass, in der das Fass verdächtig nach einem gut gefüllten Weinkübel aussieht.
Gelöscht
In den Niederlanden haben wir zwar den mediterranen Touch aus den Sinterklaas-Feiern entfernt, aber die uralte Verbindung zwischen Sinterklaas und Wein ist nach wie vor faszinierend. Sie erinnert uns daran, dass unser guter Heiliger einst in einer Zeit lebte, in der Wein genauso zum Alltag gehörte wie Gewürznüsse und Schuhgeschenke im Dezember.
Wenn Sie in der Silvesternacht ein Glas einschenken: Prost. Ohne es zu merken, knüpft man an eine jahrhundertealte Tradition an, zu der der liebe Heilige selbst wahrscheinlich nicht “nein” gesagt hätte.
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