Böser Milliardär?

Böser Milliardär?

Der chinesische Geschäftsmann Joseph Lau ist kein unbescholtener Mann, denn er wurde bereits wegen Bestechung und Geldwäsche verurteilt, aber als seine Weinsammlung versteigert wurde, schlugen die Herzen vieler Weinsammler trotzdem höher.
Text: Marjolein Schuman | Bild: Unsplash

Bei Christie's Hongkong kam Ende 2025 der vierte Teil seiner Sammlung unter den Hammer. Sie bot eine seltene Gelegenheit, Flaschen von außergewöhnlicher Herkunft und Qualität zu erwerben, darunter begehrte Namen aus Burgund und Bordeaux wie Henri Jayer, Château Cheval Blanc, Domaine de la Romanée-Conti und Leflaive.

Das teuerste Los bestand aus sechs Flaschen Romanée-Conti 2002, die für 152.000 € verkauft wurden. Der Gesamterlös von Laus‘ Weinsammlung beläuft sich bereits auf 26.500.000 Euro und liegt damit 167 Prozent über dem erwarteten Erlös. Ein hübsches Sümmchen für den Milliardär, der laut Christie's ein ’unermüdliches Engagement für das Sammeln von Kunst und Weinen vom Feinsten" hat. Laut dem Auktionshaus, das im Frühjahr den fünften und letzten Band herausbringen wird, ist die Aufregung um den Verkauf also nicht auf die aufregende persönliche Geschichte des Prominenten zurückzuführen, sondern darauf, dass sein privater Weinkeller unter Kennern berühmt ist. 

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