‘Etiketten 2.0 bieten mehr Platz für die wahre Geschichte’, sagt der Weinimporteur und Weinliebhaber Henrico van Lammeren, Vorsitzender der Königlichen Vereinigung von Niederländischer Weinhandel (KVNW). ‘Mit dem QR-Code lässt sich intelligent kommunizieren.’
Text: Henrico van Lammeren | Bild: Unsplash
‘Das Weinetikett ist für viele Verbraucher ein Rätsel. Es enthält Informationen über Qualität, Herkunft, Alkoholgehalt, Rebsorten und Allergene, und der Hersteller möchte auch noch etwas mitteilen. Das Ergebnis: ein überladenes Etikett.“. Seit Kurzem kommt zudem die Verpflichtung hinzu, die Zutaten und den Nährwert anzugeben. Diese Menge an Informationen passt einfach nicht mehr hinein.
Glücklicherweise hat der europäische Gesetzgeber eine clevere Lösung eingeführt: den QR-Code. Nährwertangaben und Allergene bleiben auf dem Etikett sichtbar, aber Informationen zu den Zutaten dürfen über einen QR-Code zugänglich gemacht werden. Und das hat zu einer Revolution geführt. Mit dem Smartphone in der Hand lassen sich die gewünschten Informationen schnell finden. Nicht weniger Transparenz, sondern gerade mehr – und nicht mehr auf das physische Etikett beschränkt. Über einen QR-Code können neben den Pflichtangaben auch zusätzliche Informationen zur Herstellungsweise, Herkunft und Nachhaltigkeit bereitgestellt werden.
Scan
Mit einem einfachen Scan erhält der Verbraucher Einblick in die Welt hinter der Flasche: Rebsorten, Weinbereitungsmethoden, Zertifizierungen und natürlich die persönliche Geschichte des Winzers. In der eigenen Sprache, aktuell und ohne Abstriche bei der Lesbarkeit. Das bietet Chancen.
Damit Hersteller und Importeure ihre Geschichte umfassender erzählen können, ohne das Etikett zu überladen. Damit Verbraucher fundiertere Entscheidungen treffen können. Und für die Branche insgesamt: ein Schritt in Richtung Modernisierung und Digitalisierung.
Der QR-Code ist somit keine technische Ergänzung, sondern eine grundlegende Veränderung. Nicht weniger Etikett, sondern ein besseres Etikett, das Raum für die wahre Geschichte hinter dem Wein bietet. Der KVNW unterstützt diese Entwicklung von ganzem Herzen.’
Dieser Artikel ist auch in der Ausgabe 101 von WINELIFE zu finden, hier einkaufen.
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